Der deutsche Rhein

  1. Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein,
    ob sie wie gier'ge Raben sich heiser danach schrein,
    solang er ruhig wallend sein grünes Kleid noch trägt,
    solang ein Ruder schallend in seine Woge schlägt.
    Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein,
    ob sie wie gier'ge Raben sich heiser danach schrein.
  2. Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein,
    solang sich Herzen laben an seinem Feuerwein,
    solang an seinem Strome noch fest die Felsen stehn,
    solang sich hohe Dome in seinem Spiegel sehn!
    Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein,
    solang sich Herzen laben an seinem Feuerwein.
  3. Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein,
    solang dort kühne Knaben um schlanke Dirnen frein,
    solang die Flosse hebet ein Fisch auf seinem Grund,
    solang ein Lied noch lebet in seiner Sänger Mund!
    Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein,
    bis seine Flut begraben des letzten Manns Gebein!

Worte: Nikolaus Becker.
Weise: nach G. Kunze.
eine zweite Melodie von Robert Schumann (Nr. 606).

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